Sonderausstellungen 2022

Sonderschau Zeichnerisches Malen
vom 03.04.2022 – 19.06.2022

Plakat Zeichnerisches Malen

Poster der Sonderschau

Seit dem 03. April ist im Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA-Museum eine neue Sonderschau zu sehen.
In den sieben Vitrinen auf der Empore des Mühlenkellers zeigt das Museum 24 Tierzeichnungen des 2017 verstorbenen Hasslocher Künstlers und Architekten Manfred Lothar Watta. Schon von Kindesbeinen an zeichnerisch ausgesprochen begabt, schuf Watta im Ruhestand 230 Werke in Graphit. In den fotorealistischen Zeichnungen hauchte Watta überwiegend Wild- und Haustieren, aber auch Pflanzen, Gebäuden, Menschen und vielen weiteren Motiven Leben ein. Als Vorlagen dienten ihm verschiedenste Fotos aus Büchern, Zeitschriften und weiteren Quellen. Unterschiedliche Graphitminen dienten als Werkzeug zur detaillierten Ausarbeitung der dargestellten Objekte.
Die erste Vitrine informiert über das Leben Manfred Lothar Wattas. Zudem zeigt sie das 231. Werk aus dem Jahr 2017, das unvollendet blieb. Neben dem Foto, das als Vorlage diente, sind auch die Originalstifte aus Wattas Zeichenatelier zu sehen.
In der Ausstellung zeigt das Pfalzmuseum vorwiegend Zeichnungen von Arten, die auch als Präpararate in den Ausstellungsräumen zu finden sind und somit zu einer Entdeckungstour durch das Museum einladen.
Die Ausstellung, die für Kunst- und Naturliebhaber gleichermaßen spannend ist, kann bis zum 19. Juni 2022 während der regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden.


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Unterirdische Beziehungskisten - Mykorrhizapilze
vom 20.05.2021 – 24.04.2022

Plakat Münchberg

Ausstellungsplakat

Alle kennen es: nach regenreichen Tagen sprießen sie im Herbst plötzlich überall aus dem Boden: Pilze! Doch was man dort sieht, sind nur die Fruchtkörper der Pilze, der größte Teil eines Pilzes befindet sich als Geflecht von Pilzfäden (Myzel) unter der Erde.
Zahlreiche Pilze stehen in einem unterirdischen Stoffaustausch mit Pflanzenwurzeln. Diese Symbiose aus Pilz und Pflanze, bei der beide Partner voneinander profitieren, nennt man Mykorrhiza.
Wussten Sie, dass rund 90 % aller bekannten Pflanzen fähig sind, mit Pilzen eine Mykorrhiza auszubilden? Was genau die Mykorrhiza ist, welche Ausprägungen es gibt und was sie so erfolgreich gemacht hat, dass sie von zahlreichen Pflanzen genutzt wird, sind nur ein paar Fragen rund um dieses Thema, denen in der Ausstellung auf den Grund gegangen wird.
Die Sonderausstellung führt die Museumsgäste von allgemeinen Informationen über den Aufbau von Pilzen und deren Unterschied zu Pflanzen und Tieren über das Thema Speisepilze (die oft Mykorrhizapilze sind), bis hin zu den Details der Mykorrhiza. Die Ausstellung zeigt verschiedene Exponate aus der Sammlung der POLLICHIA. Neben Dioramen mit zahlreichen Pilzmodellen werden auch Tischvitrinen mit Objekten aus der botanischen und auch zoologischen Sammlung zu sehen sein. Bereichert wird die Ausstellung durch Installationen des Künstlers F. Eicher aus Bad Dürkheim. Er hat eigens für die Ausstellung Kunstobjekte kreiert, die die wissenschaftlichen und spannenden Fakten rund um das Thema Mykorrhiza auch auf ästhetische und künstlerische Weise beleuchten.
Viele Menschen kommen wohl „über den Magen“ an das Thema Pilze und die meisten von ihnen haben vermutlich bereits Mykorrhizapilze gegessen, ohne es gewusst zu haben. Steinpilze, Maronen, Pfifferlinge – sie alle sind Mykorrhizapilze, die mit bestimmten Pflanzen eine Symbiose eingehen. Für Pilzsammler ist es sicherlich interessant zu wissen, dass diese Pilze also nur bei ihrem pflanzlichen Mykorrhizapartner zu finden sind.
Von der Oberfläche geht es nun in die Tiefe. Welche verschiedenen Mykorrhiza-Ausprägungen gibt es? Sieht jede Mykorrhiza gleich aus oder ist sie je nach beteiligten Partnern unterschiedlich? Läuft es immer harmonisch zwischen den Mykorrhiza-Partnern oder gibt es auch Ausnutzer dieser Verbindung? Und warum ist Mykorrhiza überhaupt interessant für uns Menschen? Tatsächlich wird sie im Gartenbau und in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt. Der Einsatz von Mykorrhiza kann Dünger und Pestizide sparen. Selbst für den eigenen Garten ist die Mykorrhiza eine Option. Aber wie genau kann so eine Anwendung aussehen? Das verrät die Sonderausstellung „Unterirdische Beziehungskisten – Mykorrhizapilze“ im Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA-Museum.



Sonderschau Mücke, Motte, Floh & Co.
vom 15.01.2022 – 27.02.2022

Plakat Mücke, Floh & Co.

Poster der Sonderschau

In der Forschungswertstatt werden mehr als 15 Mitbewohner des Menschen vorgestellt, die oft als Plagegeister gelten. Diese plagen Menschen beispielsweise, weil sie wie Zecke, Floh, Bettwanze oder die Kopflaus Blutsauger sind, weil sie sich wie Brotkäfer, Mehlkäfer oder Mehlmotte als Vorratsschädlinge über Lebensmittel hermachen oder weil sie wie Wespen oder Fliegen durch ihre hohe Zahl als lästig empfunden werden.

Zu jedem Tier gibt es Informationen zur Lebensweise und Ernährung. Die Lebewesen und die Spuren ihres Wirkens sind als Präparate und als Modelle in der Ausstellung zu sehen. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist es, das „plagende Element“ der Tiere vorzustellen, seine Funktionsweise zu erklären und es in Zusammenhang zur Lebensweise der Tiere und zum Menschen zu bringen. Auch die besonderen Leistungen einiger Arten rücken in den Fokus. So erfährt man beispielsweise was ein Floh mit dem Kölner Dom zu tun hat. Zudem werden Möglichkeiten betrachtet, wie Menschen sich schützen oder verteidigen können, möglichst ohne dem Tier zu schaden. Denn was von einigen Menschen als unnütz, lästig oder gar schädlich angesehen wird, löst bei anderen Faszination aus.

Ergänzend zu den Informationen in der Ausstellung bieten wir eine interaktive, digitale Begleitung durch die Ausstellung an. Museumsgäste laden die kostenlose App „Actionbound“ auf ihr Endgerät. Dr. Mathilde Musca, eine Comic-Fliege, präsentiert in ansprechender Darstellung spannende Anekdoten, informative Abbildungen, gesprochene Texte, erläuternde Videoclips und unterhaltsame Aufgaben zu den Plagegeistern. Wer keine Lust auf beispielsweise ein Quiz, eine Sortieraufgabe oder eine Umfrage hat, kann diese Passagen überspringen.
Die Ausstellung entsteht schrittweise auch auf unserer Ausstellungswebseite www.pfalzmuseum-online.de.


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Der Münchberg im Wechsel der Jahreszeiten
vom 27.03.2021 – 27.02.2022

Plakat Münchberg




Die aktuelle Sonderschau des Fotografen Friedrich Kögel, die in Zusammenarbeit mit dem Pfalzmuseum entstand, zeigt auf der Empore des Mühlenkellers im Pfalzmuseum für Naturkunde einen Einblick in die Vielgestaltigkeit eines kleinen regionalen Fleckchens Erde: des Münchbergs bei Bad Dürkheim.

Am Münchberg, der am Haardtrand zwischen Leistadt und Weisenheim am Berg liegt, verläuft die Jogging-Strecke des Fotografen. Im Lauf der vergangenen Jahre entstand eine beeindruckende Fotoreihe, welche die Landschaft und Organismenvielfalt im Jahresverlauf abbildet. Von Sommersonne, Herbstnebel, Raureif und Schnee bis hin zu Flechten, Pflanzen und Insekten ist alles vertreten.

Der Wandel der Landschaft im Jahresverlauf lässt sich anhand zweier charakteristischer Fotos aus jedem Monat eindrucksvoll nachvollziehen. Das jeweilige Landschaftsfoto zeigt einen Gesamteindruck der Landschaft, wohingegen das zweite Foto eine Detailimpression vermittelt.

Neben den Einführungstexten zum Fotografen, zum Münchberg als Lebensraum sowie den dort vorkommenden Lebewesen erläutern kurze Texte die Besonderheiten des Münchbergs im jeweils gezeigten Monat und bieten Hintergrundinformationen zu den dargestellten Motiven.

Mit der Fotoausstellung möchten der Fotograf und das Pfalzmuseum dazu anregen, den so unterschiedlichen Charakter der Monate und den Gang der Jahreszeiten wieder bewusster wahrzunehmen und zu erleben. Vielleicht ermuntern die Eindrücke von der Natur am Münchberg den einen oder anderen Museumsgast dazu, sich selbst auf den Weg machen – egal ob mit oder ohne Kamera – um die kleinen und großen Wunder der Natur vor der eigenen Haustür aufzuspüren.


 

 

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